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BergerPIGEONS > Blog > Brieftauben > Brieftauben und Vogelgrippe: Wie groß ist die Gefahr wirklich?

Las palomas mensajeras y la gripe aviar: ¿cuál es realmente el peligro?

Die Ausstellungssaison steht vor der Tür mit Siegerehrungen, Versteigerungen, Messen und Begegnungen, auf die wir uns seit Monaten freuen. Während die Organisatoren mit großem Einsatz vorbereitet haben, waren auch wir Züchter nicht untätig: Unsere Brieftauben sind liebevoll gepflegt, glänzend durch die Mauser gekommen oder bereit für ihren großen Auftritt auf Schauen und Ausstellungen und voller Energie für kommende Aufgaben.

Und plötzlich beherrscht ein Thema die Nachrichten: die Vogelgrippe (aviäre Influenza). Die Sorge geht um, können Tauben die Vogelgrippe übertragen und damit Ihren Bestand oder gar den Menschen gefährden? In diesem Blogbeitrag nehme ich euch an die Hand, kläre die Fakten und zeige, wie wir unsere geliebten Tauben schützen können.

Vogelgrippe: Eine kurze Einführung

Die Vogelgrippe, auch aviäre Influenza genannt, ist eine hochansteckende Viruserkrankung, die vor allem Geflügel wie Hühner, Puten, Enten und Wildvögel betrifft. Aktuell erleben wir die größte Ausbreitung dieses Virus seit Jahrzehnten und vielerorts gelten strenge Schutzmaßnahmen. Brieftaubenzüchter fragen sich zu Recht, was das für ihre Tauben bedeutet. Die beruhigende Nachricht: Für Palomas mensajeras ist die Lage weniger dramatisch, als man vermuten könnte.

Sind Brieftauben empfänglich für die Vogelgrippe?

Kurz gesagt: Ja, aber nur sehr schwer. Tauben können sich prinzipiell mit dem Vogelgrippe-Virus infizieren, sind jedoch weniger empfänglich als andere Vogelarten. Das bedeutet, dass Palomas mensajeras viel seltener erkranken. Falls sich eine Taube tatsächlich ansteckt, zeigen die Tiere meist allenfalls milde Symptome oder bleiben vollkommen unauffällig. Die Erfahrung aus Forschung und Praxis belegt dies: Weder in städtischen Taubenpopulationen noch bei Rassetauben o Palomas mensajeras wurden in den vergangenen großen Ausbrüchen nennenswerte Krankheitsfälle durch Vogelgrippe festgestellt. Ihr Immunsystem scheint dem Virus oft gewachsen zu sein, was für uns Züchter eine erste Erleichterung bedeutet.

Spielen Tauben als Überträger der Vogelgrippe eine Rolle?

Experten und Behörden sind sich einig: Tauben haben epidemiologisch keine bedeutende Rolle bei der Verbreitung der Vogelgrippe. Warum? Selbst wenn sich eine Taube infiziert, scheidet sie das Virus nur in minimaler Menge aus, so gering, dass es kaum ausreicht, um andere Tiere anzustecken. Mit anderen Worten: Brieftauben tragen das Virus so gut wie nie in andere Bestände weiter. Aus diesem Grund wurden Tauben in Deutschland 2018 sogar aus der Geflügelpest-Verordnung gestrichen. Man erkannte, dass ihnen für das Seuchengeschehen keine Bedeutung zukommt. Für uns als Züchter heißt das: unsere Palomas mensajeras gelten offiziell nicht als gefährliche Vogelgrippe-Überträger. Diese Sonderstellung wird von Fachleuten damit begründet, dass Tauben Viren zwar in Ausnahmefällen beherbergen können, die Virusmenge aber so gering bleibt, dass keine Infektion anderer Tiere ausgelöst wird.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Natürlich ist in der Biologie nichts absolut. In seltenen Fällen wurden bei Tauben Vogelgrippe-Viren nachgewiesen. So fand man beispielsweise in Einzelfällen bei Wildtauben (Ringeltauben) Erreger in den Organen. Solche Fälle sind jedoch extrem selten und verliefen isoliert, ohne weitere Ausbreitung. Wichtig ist: Für Menschen geht von Stadttauben oder Brieftauben nach heutigem Wissensstand kein relevantes Vogelgrippe-Risiko aus. Obwohl das Virus theoretisch vom Vogel auf den Menschen überspringen kann, ist dies bei Tauben bislang nicht bekannt. Hier können wir Züchter und alle Tierfreunde also aufatmen.

So schützen wir unsere Tauben vor der Vogelgrippe

Auch wenn Palomas mensajeras selbst kaum Überträger sind, sollten verantwortungsbewusste Züchter Vorsicht walten lassen was schon im Sinne der allgemeinen Taubengesundheit sinnvoll ist. Mit ein paar einfachen Maßnahmen minimieren wir jedes Restrisiko und halten unsere Schützlinge fit:

  • Kein Kontakt zu Wildvögeln: Lassen wir unsere Tauben möglichst nur kontrolliert fliegen und nicht Feldern oder rasten, wo sich Enten, Gänse oder Wildvögel aufhalten. Diese Wildvögel gelten als Hauptträger der Vogelgrippe. Vermeiden sollten wir auch, dass fremde Vögel sich an Futter oder Wasser im Schlag bedienen können.
  • Hygiene im Taubenschlag: Halten wir den Taubenschlag sauber und desinfizieren ihn regelmäßig. Wir sollten darauf achten, dass die Einstreu sauber und Futter- und Trinkgefäße regelmäßig gereinigt werden, um Krankheitserregern keine Chance zu geben. Wenn wir andere Schläge besuchen oder von dort zurückkehren, desinfizieren wir unsere Schuhe und Hände, bevor wir zu unseren Tauben gehen.
  • Keine fremden Besucher im Schlag: Reduzieren wir während akuter Ausbruchzeiten den Besucherverkehr in unserem Taubenschlag. Je weniger externe Kontakte unsere Palomas mensajeras haben, desto geringer ist das Risiko einer Einschleppung von Krankheiten.
  • Auf Anweisungen achten: Beobachten wir die Vorgaben der Behörden. In Deutschland besteht zwar keine Stallpflicht für Tauben bei Vogelgrippe, aber sollte es lokal doch Auflagen geben (etwa ein Flugverbot in bestimmten Regionen), sollten wir uns daranhalten. Im Zweifel sprechen wir mit dem Veterinäramt und verweisen auf die Sonderstellung der Tauben, oft lässt sich so eine unnötige Einschränkung abwenden.

Mit diesen Vorsichtsmaßnahmen schützen wir nicht nur vor der Vogelgrippe, sondern fördern generell die Gesundheit unserer Palomas mensajeras. So können wir beruhigt in die nächste Zucht- und Wettflugsaison starten und uns auf das Wesentliche konzentrieren: Zucht, Training, Wettflüge und die Freude am Taubensport.

Fazit: Entwarnung mit gesundem Menschenverstand

Die Rolle von Tauben in der Verbreitung der Vogelgrippe wird oft überschätzt. Für uns Brieftaubenzüchter heißt das: Wir können aufatmen. Unsere Palomas mensajeras sind keine gefährlichen Überträger der Vogelgrippe. Dennoch schadet es nie, aufmerksam zu bleiben. Mit gesundem Menschenverstand und einfachen Schutzmaßnahmen behalten wir die Situation im Griff. So bleiben unsere Tauben gesund, und wir können mit gutem Gefühl unsere Leidenschaft der Brieftaubenzucht und dem Sport widmen.

Bleibt informiert, handelt verantwortungsvoll und genießt weiterhin das wunderbare Hobby Brieftaubensport, ohne unnötige Angst vor der Vogelgrippe.

Quellen:
Qi Shao et al., Poult Sci. 2023 Jul 20;102(10): Pigeon MDA5 inhibits viral replication by triggering antiviral innate immunity
Di Genova et al., Journal of General Virology 2025;106, Pigeons exhibit low susceptibility and poor transmission capacity for H5N1 clade 2.3.4.4b high pathogenicity avian influenza virus

Ja, Palomas mensajeras können sich im Ausnahmefall mit der Vogelgrippe infizieren, sind aber deutlich weniger empfänglich als Hühner oder Enten. Meist bleiben Tauben gesund oder zeigen nur milde Symptome.

Können Brieftauben die Vogelgrippe bekommen?

Sind Tauben Überträger der Vogelgrippe?

Müssen Brieftauben bei Vogelgrippe-Ausbrüchen im Schlag bleiben?

Wie kann ich meine Tauben vor der Vogelgrippe schützen?

Ist die Vogelgrippe für den Menschen durch Tauben gefährlich?

Was tun, wenn in meiner Region Vogelgrippefälle auftreten?

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